27.08.2010

Die Kommunikation mit dem Vater kann Jugendliche vor dem Griff zur Zigarette bewahren
Kinder, die mit ihrem Vater über wichtige Angelegenheiten reden, greifen seltener zur Zigarette als Kinder ohne diesen Austausch. Wissenschaftler der Universität Cardiff (Wales) befragten 3500 Teenager drei Jahre lang zu verschiedenen Aspekten des Lebens, darunter Streit und Gespräche in der Familie. Die Kommunikation mit dem Vater erwies sich als stärkster Schutz vor der Nikotinsucht. Die Häufigkeit von Streitereien oder gemeinsamem Essen hatte dagegen keinen Einfluss.
27.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
19.07.2010

Menschen können Freude oder Traurigkeit über Erlebnisse empfinden, die sie längst vergessen haben
Menschen können Freude oder Traurigkeit über Erlebnisse empfinden, die sie längst vergessen haben, berichten Wissenschaftler der Universität Iowa (USA). Sie untersuchten dazu Freiwillige, die durch einen Hirnschaden ihr Gedächtnis verloren hatten. Diese betrachteten entweder einen lustigen oder einen traurigen Film. Zehn Minuten später erinnerten sie sich kaum noch an den Inhalt. Doch die Filme hatten die Versuchsteilnehmer in eine Stimmung versetzt, die über eine längere Zeit anhielt.
Den Forschern zufolge liefern diese Erkenntnisse ein wichtiges Argument, Alzheimer-Patienten liebevoll zu behandeln. „Schon der Anruf eines Familienangehörigen könnte sich anhaltend positiv auf die Zufriedenheit des Erkrankten auswirken, selbst wenn dieser den Anruf schnell vergisst“, meint Justin Feinstein, Erstautor der Studie.
19.07.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Stockbyte/RYF
30.06.2010

Frauen plagt häufiger ein schlechtes Gewissen als Männer
Frauen fühlen sich schneller schuldig als Männer. Dies ergab eine Studie an der Universität von San Sebastián (Spanien). Bei den Untersuchungen erlebten Frauen Schuldgefühle nicht nur häufiger, sondern auch intensiver. Vor allem junge Männer plagte deutlich seltener ein schlechtes Gewissen. Erst im Alter von 40 bis 50 Jahren nähern sich die Geschlechter in diesem Punkt einander an.
30.06.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
1.06.2010

Wenn wir uns etwas sehr wünschen, verändert sich unsere Wahrnehmung
Wenn wir uns etwas sehr wünschen, verändert sich unsere Wahrnehmung. Das zeigen Studien von Psychologen der New-York-Universität und der Cornell-Universität (USA). Unter anderem sollten die Teilnehmer schätzen, wie weit entfernt von ihnen eine Flasche Wasser auf dem Tisch steht. Die Hälfte der Versuchspersonen hatte zuvor Salziges gegessen und war deshalb durstig, die andere Gruppe hatte reichlich Wasser getrunken. Die Durstigen schätzten die Distanz zu den Flaschen als kürzer ein.
Nach Ansicht der Forscher ist dieser Effekt nützlich: Die subjektiv als kürzer empfundene Entfernung zu dem begehrten Objekt motiviert ihrer Meinung nach dazu, sich anzustrengen, um es zu bekommen.
01.06.10 Apotheken Umschau, Bildnachweis: Panthermedia/TongRoASIA/Grace Kim
12.05.2010

Widerstehen andere Naschkatzen der Schokolade, gelingt es einem selbst auch besser
Wer andere dabei beobachtet, wie sie einer Versuchung widerstehen, zeigt später auch selbst mehr Beherrschung. Das entdeckte die Psychologin Michelle van Dellen von der Universität Georgia (USA) in fünf verschiedenen Experimenten mitinsgesamt 340 Versuchspersonen.
In einem der Experimente beobachteten Versuchsteilnehmer einen Unbekannten, der sich zwischen einer Karotte und einem Schokokeks entscheiden musste. Wählte der Unbekannte das Gemüse, schnitten die Teilnehmer in einem anschließenden Test ihrer Selbstkontrolle besser ab als diejenigen, die einen Keks-Nascher beobachtet hatten.
12.05.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/BrandX