23.11.2009

Angstschweiß riecht tatsächlich anders
Die Gefühle unserer Mitmenschen erkennen wir offenbar nicht nur mit Augen und Ohren. Angst lässt sich auch riechen, wie Psychologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in einem Experiment herausgefunden haben. Sie verabreichten Versuchspersonen Geruchsproben von Schweiß, der Studenten vor wichtigen Prüfungen abgenommen worden war.
Außerdem bekamen die Probanden auch Schweiß zu riechen, den dieselben Studenten beim Sport abgesondert hatten. Wie sich in einer gleichzeitig durchgeführten Kernspintomografie zeigte, aktivierte nur das Riechen von Angstschweiß bestimmte Zentren im Gehirn, die für das Erkennen von Emotionen zuständig sind.
23.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com
22.11.2009

Wer gesund lebt und Sport treibt, senkt sein Risiko für chronische Leiden um 78 Prozent
Wer nie geraucht hat, nicht zu viel wiegt, sich mit reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Fleisch gesund ernährt sowie pro Woche mindestens drei Stunden körperlich aktiv ist, senkt sein Risko für chronische Zivilisationskrankheiten um 78 Prozent im Vergleich zu Personen, die nichts von alldem tun.
Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam hatten dazu Daten von 23153 Studienteilnehmern ausgewertet. Es zeigte sich, dass auch die einzelnen Faktoren das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs senkten, aber alle vier zusammen waren am wirkungsvollsten.
21.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Ablestock
20.11.2009

Frisch befruchtete Eizellen sind nicht besonders stabil. Wahrscheinlich entwickelt sich daher auch nicht aus jeder Verschmelzung wirklich ein Kind
Bei der Befruchtung verschmelzen Ei- und Samenzelle, und die Träger des Erbguts, die Chromosomen, mischen sich neu. Im frühen Embryo sind sie jedoch häufig nicht stabil, berichten Forscher der Katholischen Universität Löwen (Belgien).
Sie beobachteten an befruchteten Eizellen, dass das Erbgut schon nach den ersten Zellteilungen zahlreiche Fehler aufwies. Einige Chromosomen fehlten ganz oder teilweise, andere hatten sich verdoppelt oder zusätzliches Erbmaterial erworben. Für die Forscher ist dies die Erklärung dafür, dass sich nur aus jeder dritten befruchteten Eizelle ein lebensfähiges Kind entwickelt.
20.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: W&B/Health Head Images
19.11.2009

Botenstoffe der Verliebtheit führen dazu, dass wir die Geschmäcker “süß” und “bitter” nicht mehr so intensiv wahrnehmen
Nicht die versalzene Suppe, sondern ein viel zu süsses Dessert könnte darauf hinweisen, dass der Koch verliebt ist. Diesen Schluss lässt eine Untersuchung des Technologie- und Transferzentrums in Bremerhaven zu, der zufolge Verliebte süss und bitter weniger stark schmecken. Dagegen erkannten sie salzig und sauer etwas besser als Nichtverliebte. Erklärt wird das mit hormonellen Veränderungen.
19.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
18.11.2009

Erhöhte Blutfettwerte scheinen dem Gedächtnis zu schaden
Schon ein mäßig erhöhter Cholesterinspiegel im mittleren Lebensalter steigert das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Das haben Mediziner der Universität Kuopio (Finnland) in einer Langzeitstudie ermittelt. Sie verfolgten die Krankengeschichten von fast 10.000 Frauen und Männern über fünf Jahrzehnte. Maßhalten beim Fettkonsum könnte demnach auch dem Gehirn nutzen, folgern die Ärzte.
18.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: StockDisc/RYF