8.12.2009

Wenn ein Körperteil in einem Gipsverband völlig ruhiggestellt wird, kann die Gefahr eines Blutgerinnsels drohen
Auf die Gefahr einer tiefen Venenthrombose in Bein und Becken, etwa nach einem Sportunfall, weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Das Risiko, dass sich ein Gerinnsel bildet und möglicherweise zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie entwickelt, ist bei einem eingegipsten oder geschienten Bein größer als auf einem Langstreckenflug. Fernreisen werden von vielen als Thrombose-Auslöser gefürchtet, obwohl gesunde Passagiere kaum gefährdet sind.
08.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: W&B/Simon Katzer
7.12.2009

Ab der 30. Schwangerschaftswoche kann der Fötus kurzzeitig etwas erinnern
Das Kurzzeitgedächtnis entwickelt sich bereits im Mutterleib. Schon 30 Wochen alte Ungeborene können sich Ereignisse minutenlang merken. Um das Erinnerungsvermögen zu belegen, setzten Forscher der Universität Maastricht (Niederlande) 100 Föten bestimmten Reizen aus und verfolgten, wann sie sich an diese gewöhnten und nicht mehr darauf reagierten.
Die Wissenschaftler gingen davon aus, dass sich die Föten in einer zweiten Testphase schneller auf die Reize einstellen würden, falls sie sich daran erinnerten. In der Tat reagierten die Probanden im Mutterleib beim zweiten Versuch gelassener auf die Impulse, denen sie zehn Minuten zuvor ausgesetzt worden waren.
07.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: BrandXPictures/RYF
6.12.2009

Hübsche Verkäuferinnen wecken bei ihren shoppenden Geschlechtsgenossinnen eher keine Kaufgelüste
Bildhübsche Verkäuferinnen können Bianca Price den Einkaufsbummel verderben. Das inspirierte die Wirtschaftswissenschaftlerin der University of South Australia zu einer Studie: Sie zeigte 341 Frauen zwischen 18 und 26 Jahren Fotos von schönen und weniger schönen Frauen, denen sie eine Mascara oder ein Handy abkaufen sollten.
Fanden die Studienteilnehmerinnen die Verkäuferin attraktiver als sich selbst, kam das Geschäft seltener zustande. Gerade junge Frauen würden glauben, ihr Aussehen bestimme die Anzahl ihrer Freunde, ihr Beziehungsglück und ihre Karriere, sagt Price. Frauen konkurrieren miteinander. Empfinden sie eine Geschlechtsgenossin als soziale Bedrohung, könne dies ihr Verhalten beeinflussen: Sie verlassen den Laden.
05.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com
4.12.2009

Ist die Mama füllig, haben auch die Töchter ein höheres Risiko übergewichtig zu werden
Forscher der Peninsula Medical School im südenglischen Plymouth fanden in einer Studie mit 226 Vater-Mutter-Kind-Konstellationen heraus, dass Mädchen ein zehnfach erhöhtes Risiko für starkes Übergewicht haben, wenn die Mutter sehr dick ist. Für Söhne stark übergewichtiger Väter ist die Gefahr sechsmal so hoch.
Bei den Kindern des jeweils anderen Geschlechts gab es solch eine Wechselbeziehung nicht. Die Wissenschaftler vermuten weniger genetische Ursachen, sondern eher, dass Töchter den Lebensstil der Mutter und Söhne den des Vaters kopieren. Die Studie wurde im International Journal of Obesity veröffentlicht.
04.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
3.12.2009

Auch Menschen, die nur eine leichte Hyperthyreose haben, sollten Medikamente dagegen bekommen
Ärzte behandeln eine leicht überaktive Schilddrüse bisher nicht, wenn sie den Patienten keine Beschwerden bereitet. Das könnte zum Nachteil der Betroffenen sein. Menschen mit leichter Überfunktion haben ein erhöhtes Risiko, früher zu sterben, schreiben Forscher in dem Fachblatt Lancet. „Die Befunde legen nahe, dass eine subklinische Schilddrüsenüberfunktion behandelt werden muss“, deutet Professor Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie die Ergebnisse.
03.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr