2.12.2009

Forscher haben ein gesundes Gen in kranke Lungenzellen eingeschleust – mit Erfolg
Bei Mukoviszidose bewirkt der Ausfall eines Gens, dass die Lunge zähen Schleim bildet. Krankheitserreger gedeihen dann dort besonders gut. Forscher der Universität von North Carolina in Chapel Hill (USA) berichteten jetzt über Fortschritte auf dem Weg zu einer Gentherapie: Sie isolierten Zellen aus der Lunge von Mukoviszidose-Patienten und schleusten das gesunde Gen in sie ein. Der Eingriff brachte die Zellen dazu, wieder normalen, flüssigen Schleim zu bilden. Die Forscher suchen jetzt nach Wegen, den Gendefekt in der Lunge zu kurieren. Eine Anwendung in der Praxis ist aber noch nicht in Sicht.
02.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
1.12.2009

Die Arme unterstützen so die Arbeit der Beine. Zudem sparen wir Energie
Wenn wir gehen, pendeln unsere Arme automatisch gegengleich zu den Beinen. Auf diese Weise verbrauchen wir am wenigsten Energie, berichten Forscher der Universität von Michigan (USA). Sie ließen zehn Freiwillige auf verschiedene Weise gehen und maßen, wie viel Sauerstoff diese dabei verbrauchten. Ergebnis: Der übliche Bewegungsablauf ist am effektivsten. Die Probanden benötigten zwölf Prozent weniger Energie, als wenn sie beim Gehen die Arme ruhig hielten. Das Pendeln federt offensichtlich die Auf-und-ab-Bewegung des Körpers ab und entlastet so die Beine.
01.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
30.11.2009

Die Auwaldzecke trägt oft eine bestimmte Bakterienart in sich: Rickettsia raoultii
Die aus Süd- und Osteuropa zugewanderten Auwaldzecken treten zunehmend auch bei uns auf. Sie haben sich im Großraum Berlin sowie in Brandenburg verbreitet, meldet das Robert Koch-Institut. Besonders aktiv sind die Tiere im Frühjahr und Herbst. Untersuchungen ergaben: Rund sechs Prozent der Zecken sind mit Borrelien befallen, etwa die Hälfte trug jedoch die Bakterienart Rickettsia raoultii, die eine Schwellung der Lymphknoten hervorrufen kann. „Welche Krankheiten diese Bakterie genau verursacht, ist noch nicht erschöpfend erforscht“, sagt Peter Hagedorn vom Nationalen Konsiliarlabor für FSME am Robert-Koch-Institut.
30.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
28.11.2009

Ältere Menschen, die ihre Muskeln mit Hanteln oder anderen Geräten stärken, bleiben agil
Krafttraining mit Hanteln, an Maschinen oder mit Gummibändern ist nicht nur etwas für junge, sportliche Menschen, die damit ihre Muskeln stärken. Auch jenseits der 60 lässt sich davon profitieren, selbst 80-Jährige kommen dank der Übungen besser durch ihren Alltag. Das stellten Wissenschaftler der Indiana-Universität in Indianapolis (USA) in einer Untersuchung mit 6700 Testpersonen fest.
Wer zwei- bis dreimal pro Woche trainierte, gewann an Muskelkraft. Hochbetagten fiel es dadurch beispielsweise leichter, einkaufen zu gehen, Treppen zu steigen oder aus einem Sessel hochzukommen. Chiung-ju Liu, der Leiter der Studie, empfiehlt älteren ungeübten Menschen, Krafttraining unter fachlicher Anleitung durchzuführen.
28.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
27.11.2009

Wer seine Muskeln nach dem Sport kneten lässt, bekommt deshalb nicht weniger Muskelkater
Die Massage nach einem Wettkampf baut in den Muskeln keine Milchsäure ab und verbessert auch die Durchblutung nicht, stellten Physiologen der Queen’s University (Kanada) an Testpersonen fest. Wurden die Arme nach einer Anstrengung massiert, war der Blutfluss geringer und es wurde weniger Laktat abtransportiert, als wenn die Probanden die Arme ruhig hielten.
27.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/PhotoObjects.net