10.08.2010

Sport im Freien macht nicht nur fit, er hebt auch das Selbstwertgefühl und die Stimmung
Bereits fünf Minuten körperliche Aktivität im Grünen verbessern deutlich das Selbstwertgefühl und die Stimmung – wichtige Anzeichen für die psychische Gesundheit eines Menschen. Das zeigten Studien aus Großbritannien mit 1252 Personen, die Joe Barton und Jules Pretty von der Universität Essex analysierten. Dabei wiesen die Forscher bei jungen Leuten und bei psychisch unter Druck stehenden Menschen die stärkste positive Wirkung hinsichtlich der Selbstachtung nach. Sie fordern deshalb mehr Parks und Bäume in den Städten.
10.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
9.08.2010

Obwohl sie niedlich aussehen, sollten Urlauber von kleinen Tigerchen besser die Finger lassen
Vor allem Kinder möchten im Urlaub herrenlose Katzen gern streicheln. Davor warnt Professor Hans-Jürgen Tietz vom Institut für Pilzkrankheiten und Mikrobiologie in Berlin: „Allein in und um Athen gibt es eine Viertelmillion streunende Katzen. Mehr als 90 Prozent davon sind mit dem Erreger Microsporum canis infiziert.“ Ein einziger Hautkontakt von Mensch und Tier genügt, um sich mit dem Pilz anzustecken. Symptome: juckender Hautausschlag und runde rote Flecken an Händen und Armen.
09.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
8.08.2010

Die Kapland-Pelargonie hilft bei Bronchitis und lindert Erkältungen
Südafrika: Bei dem Wort kommen uns wilde Tiere in den Sinn, atemberaubende Landschaften, Goldminen und in diesem Jahr natürlich die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch aus dem Land am Kap der Guten Hoffnung kommen auch bewährte Heilpflanzen, zum Beispiel die Kapland-Pelargonie. Diese Geranienart erfreut nicht nur das Auge, die Menschen im Süden Afrikas erkannten auch früh die Kraft, die in ihren Wurzeln steckt. Vor allem bei schwerem Husten vertrauten sie auf die Pflanze. Später teilten sie ihr Wissen mit den Europäern, die das exotische Arzneimittel dann als sanft wirkende Alternative bei Atemwegsinfektionen mit in die Heimat nahmen.
Die Geranie Pelargonium sidoides aus der Familie der Storchschnabelgewächse stammt aus einem schmalen Landgürtel in Südafrika und dem Königreich Lesotho. In ihrer Heimat wächst sie wild, wird mittlerweile aber auch kultiviert. Die Wurzeln enthalten ein Gemisch von wertvollen Inhaltsstoffen.
„Aus pharmazeutischer Sicht ist der Extrakt aus der Kapland-Pelargonie exzellent“, sagt Professor Theo Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universitätin Frankfurt am Main. Er warnt jedoch davor, den Auszug als Allheilmittel und zur allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte misszuverstehen. Studien belegen die Wirkung bei akuter Bronchitis, für deren Behandlung das Arzneimittel eine Zulassung besitzt. Es hat sich gezeigt, dass es sowohl die Symptome lindern als auch dieErkrankungsdauer verkürzen kann.
Daneben sprechen zahlreiche positive Erfahrungen für die Heilpflanze. „In der Selbstmedikation und zur Ergänzung der ärztlichen Verordnung greifen viele Patienten gerne darauf zurück“, sagt die Nürnberger Fachapothekerin und Dozentin für Naturheilkunde Margit Schlenk. „Ordnungsgemäß angewendet, ist sie gut verträglich und auch für Kinder geeignet.“
Trotzdem empfiehlt sich das bewährte Präparat nicht für jeden Patienten, sodass Margit Schlenk besonders auf die Beratung in der Apotheke verweist: „Wir achten darauf, dass das Arzneimittel nicht an den Falschen gerät.“ So sollen beispielsweise Menschen, die mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden, keine Mittel mit Kapland-Pelargonie einnehmen. Und Apotheker wissen auch, wann ein Kunde besser zum Arzt gehen sollte.
Notwendige Antibiotika, zum Beispiel bei eitrigen Mandelentzündungen, kann das Pflanzenmittel keinesfalls ersetzen. Da „normale“ Erkältungskrankheiten aber durch Viren hervorgerufen werden, kann der Exot aus dem Süden Afrikas zumindest die Symptome lindern – vor allem den quälenden Husten.
Ob unsere heimischen Geranien ebenfalls Heilkräfte besitzen, ist nicht geklärt. Theo Dingermann: „Wie die meisten Pflanzen wurden auch die Geranien noch nicht ausreichend auf medizinische Potenziale hin untersucht.“
07.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Panthermedia/Elmar Weber
4.08.2010

Je länger der Schatten ist, den Körper wirft, desto geringer ist das Risiko für einen Sonnenbrand
Ein Blick auf den Boden hilft an jedem Ort der Erde, eine zu starke UV-Strahlung zu erkennen: Entspricht die Länge ihres Schattens mindestens ihrer Körpergröße, können sich Menschen vom hellen nordeuropäischen Hauttyp II rund eine Stunde im Freien aufhalten, ohne einen Sonnenbrand befürchten zu müssen. Dieses einfache Verfahren stellte der Berliner Dermatologe Professor Hans Meffert in der Fachzeitschrift Aktuelle Dermatologie vor. Auf ausreichenden Sonnenschutz sollte dennoch niemand verzichten.
04.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
3.08.2010

Besonders den Duft von Maiglöcken nehmen Herren besser wahr
Eine schwedische Studie zeigt, dass Männer eine empfindlichere Nase haben können als Frauen. Matthias Laska und Kollegen testeten die Geruchsschwelle von 500 Personen für den Maiglöckchenduft Bourgeonal. Dieser Aromastoff weist auch Spermien den Weg zur Eizelle. Wenn Spermien dafür Duftrezeptoren besitzen, so die Vermutung, sind vielleicht auch Männernasen vermehrt damit ausgestattet. Tatsächlich nahmen Männer den Maiglöckchenduft in deutlich schwächerer Konzentration wahr als Frauen. Bei zwei weiteren Düften fanden die Forscher keine Geschlechtsunterschiede in der Wahrnehmung.
03.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com