23.08.2010

Ob wir einen Geruchsstoff als anziehend oder abstoßend empfinden, liegt zum größten Teil an seiner Chemie
Ob wir einen Geruchsstoff als anziehend oder abstoßend empfinden, liegt zum größten Teil an seiner Chemie, berichten Forscher vom Weizmann-Institut in Rehovot (Israel). Sie trainierten elektronische Sensoren zunächst mithilfe von 76 Substanzen. Deren Geruch hatten zuvor Testpersonen aus Israel bewertet.
Dann ließen die Forscher die elektronischen Nasen andere Duftstoffe beurteilen. Das Ergebnis deckte sich zu 80 Prozent mit der Einschätzung der Probanden. Menschen verschiedener Kulturen zeigen dabei ähnliche Vorlieben: Bei Einwanderern aus Äthiopien lag die Trefferquote ebenso hoch.
23.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Creatas
11.08.2010

Inhaltsstoffe aus den scharfen Wurzeln können wohl das Risiko für Prostatakrebs senken
Als scharf schmeckende Pflanze gibt Meerrettich Fleisch- und Fischspeisen eine besondere Würze. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben nun nachgewiesen, dass die in ihm enthaltenen Glucosinolate zudem das Risiko senken, an Prostatakrebs zu erkranken. Ihre Studie mit 11405 Teilnehmern zeigte, dass Männer, die in den Jahren zuvor viel Meerrettich gegessen hatten, im Alter seltener Prostatakrebs bekamen. Glucosinolate finden sich auch in Rettich und Kohlarten.
11.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Panthermedia/Heike Brauer
8.08.2010

Die Kapland-Pelargonie hilft bei Bronchitis und lindert Erkältungen
Südafrika: Bei dem Wort kommen uns wilde Tiere in den Sinn, atemberaubende Landschaften, Goldminen und in diesem Jahr natürlich die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch aus dem Land am Kap der Guten Hoffnung kommen auch bewährte Heilpflanzen, zum Beispiel die Kapland-Pelargonie. Diese Geranienart erfreut nicht nur das Auge, die Menschen im Süden Afrikas erkannten auch früh die Kraft, die in ihren Wurzeln steckt. Vor allem bei schwerem Husten vertrauten sie auf die Pflanze. Später teilten sie ihr Wissen mit den Europäern, die das exotische Arzneimittel dann als sanft wirkende Alternative bei Atemwegsinfektionen mit in die Heimat nahmen.
Die Geranie Pelargonium sidoides aus der Familie der Storchschnabelgewächse stammt aus einem schmalen Landgürtel in Südafrika und dem Königreich Lesotho. In ihrer Heimat wächst sie wild, wird mittlerweile aber auch kultiviert. Die Wurzeln enthalten ein Gemisch von wertvollen Inhaltsstoffen.
„Aus pharmazeutischer Sicht ist der Extrakt aus der Kapland-Pelargonie exzellent“, sagt Professor Theo Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universitätin Frankfurt am Main. Er warnt jedoch davor, den Auszug als Allheilmittel und zur allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte misszuverstehen. Studien belegen die Wirkung bei akuter Bronchitis, für deren Behandlung das Arzneimittel eine Zulassung besitzt. Es hat sich gezeigt, dass es sowohl die Symptome lindern als auch dieErkrankungsdauer verkürzen kann.
Daneben sprechen zahlreiche positive Erfahrungen für die Heilpflanze. „In der Selbstmedikation und zur Ergänzung der ärztlichen Verordnung greifen viele Patienten gerne darauf zurück“, sagt die Nürnberger Fachapothekerin und Dozentin für Naturheilkunde Margit Schlenk. „Ordnungsgemäß angewendet, ist sie gut verträglich und auch für Kinder geeignet.“
Trotzdem empfiehlt sich das bewährte Präparat nicht für jeden Patienten, sodass Margit Schlenk besonders auf die Beratung in der Apotheke verweist: „Wir achten darauf, dass das Arzneimittel nicht an den Falschen gerät.“ So sollen beispielsweise Menschen, die mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden, keine Mittel mit Kapland-Pelargonie einnehmen. Und Apotheker wissen auch, wann ein Kunde besser zum Arzt gehen sollte.
Notwendige Antibiotika, zum Beispiel bei eitrigen Mandelentzündungen, kann das Pflanzenmittel keinesfalls ersetzen. Da „normale“ Erkältungskrankheiten aber durch Viren hervorgerufen werden, kann der Exot aus dem Süden Afrikas zumindest die Symptome lindern – vor allem den quälenden Husten.
Ob unsere heimischen Geranien ebenfalls Heilkräfte besitzen, ist nicht geklärt. Theo Dingermann: „Wie die meisten Pflanzen wurden auch die Geranien noch nicht ausreichend auf medizinische Potenziale hin untersucht.“
07.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Panthermedia/Elmar Weber
4.08.2010

Je länger der Schatten ist, den Körper wirft, desto geringer ist das Risiko für einen Sonnenbrand
Ein Blick auf den Boden hilft an jedem Ort der Erde, eine zu starke UV-Strahlung zu erkennen: Entspricht die Länge ihres Schattens mindestens ihrer Körpergröße, können sich Menschen vom hellen nordeuropäischen Hauttyp II rund eine Stunde im Freien aufhalten, ohne einen Sonnenbrand befürchten zu müssen. Dieses einfache Verfahren stellte der Berliner Dermatologe Professor Hans Meffert in der Fachzeitschrift Aktuelle Dermatologie vor. Auf ausreichenden Sonnenschutz sollte dennoch niemand verzichten.
04.08.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
29.07.2010

Alkoholgenuss kann typische Allergiesymptome wie Niesen, Fließschnupfen, Husten und Juckreiz verstärken oder gar auslösen
Allergiker sollten auf alkoholische Getränke besser verzichten. Denn der Genuss von Wein und Bier kann die bei Heuschnupfen und Asthma typischen Symptome – Niesen, Fließschnupfen, Husten und Juckreiz – verstärken oder sogar auslösen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne (NRW) hin.
Die Beschwerden würden aber nicht durch den Alkohol selbst ausgelöst, sondern durch die darin enthaltenen Histamine und Schwefelstoffe. Die DGP rät Allergikern deshalb zur Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken. Wer zwei Gläser Wein oder mehr pro Tag trinke, verdopple sein Risiko für allergische Beschwerden.
29.07.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto