19.05.2010

Kommen Menschen in eine Machtposition, scheinen sie sich zu verändern
Wer sich mächtig fühlt, achtet bei anderen mehr auf moralisches Verhalten als bei sich selbst. Diesen Schluss ziehen Forscher im Fachmagazin Psychological Science aus Rollenspielen, die das Verhalten von Versuchspersonen in unterschiedlichen Positionen testeten. Die Probanden wurden mit verschiedenen Situationen konfrontiert und mussten dabei etwa entscheiden, ob sie Verkehrsregeln einhalten, ihre Steuererklärung korrekt ausfüllen oder gestohlenes Gut zurückgeben.
Per Zufall waren die Teilnehmer zuvor entweder zu Ministerpräsidenten oder einfachen Beamten „ernannt“ worden. Es zeigte sich, dass die Machtposition das Verhalten beeinflusst. Die Ministerpräsidenten verstießen häufiger gegen die Regeln als die Beamten, verurteilten aber das Fehlverhalten anderer besonders scharf.
19.05.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Comstock Images
4.12.2009

Ist die Mama füllig, haben auch die Töchter ein höheres Risiko übergewichtig zu werden
Forscher der Peninsula Medical School im südenglischen Plymouth fanden in einer Studie mit 226 Vater-Mutter-Kind-Konstellationen heraus, dass Mädchen ein zehnfach erhöhtes Risiko für starkes Übergewicht haben, wenn die Mutter sehr dick ist. Für Söhne stark übergewichtiger Väter ist die Gefahr sechsmal so hoch.
Bei den Kindern des jeweils anderen Geschlechts gab es solch eine Wechselbeziehung nicht. Die Wissenschaftler vermuten weniger genetische Ursachen, sondern eher, dass Töchter den Lebensstil der Mutter und Söhne den des Vaters kopieren. Die Studie wurde im International Journal of Obesity veröffentlicht.
04.12.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
22.11.2009

Wer gesund lebt und Sport treibt, senkt sein Risiko für chronische Leiden um 78 Prozent
Wer nie geraucht hat, nicht zu viel wiegt, sich mit reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Fleisch gesund ernährt sowie pro Woche mindestens drei Stunden körperlich aktiv ist, senkt sein Risko für chronische Zivilisationskrankheiten um 78 Prozent im Vergleich zu Personen, die nichts von alldem tun.
Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam hatten dazu Daten von 23153 Studienteilnehmern ausgewertet. Es zeigte sich, dass auch die einzelnen Faktoren das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs senkten, aber alle vier zusammen waren am wirkungsvollsten.
21.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Ablestock
17.11.2009

Bestimmte Inhaltsstoffe des grünen Tees ließen die Konzentration verschiedener körpereigener Tumormaker sinken
Eine Kurzzeit-Therapie mit einem Extrakt aus grünem Tee hat möglicherweise günstige Effekte auf die Prostata. Das ergab eine Studie von James Cardelli am Feist-Weiller Cancer Center in Shreveport (USA) mit 26 Patienten, die an Prostatakrebs erkrankt waren.
Die Männer im Alter zwischen 41 und 72 Jahren nahmen den Extrakt, dessen Wirkstoffmenge der von zwölf Tassen grünem Tee entsprach, durchschnittlich 35 Tage lang ein. Dadurch sank die Konzentration verschiedener Marker – körpereigener Substanzen, die auf Tumore hinweisen können –, darunter das prostataspezifische Antigen (PSA), um mehr als 30 Prozent. Cardelli und sein Team wollen nun die klinische Bedeutung ihrer Ergebnisse klären. Frühere Langzeitstudien gaben Hinweise, dass Polyphenole aus Teeblättern das Risiko für Prostatakrebs verringern können.
17.11.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
20.10.2009

Acetysalicylsäure verstärkt die Blutungsgefahr, die bei manchen Tropenkrankheiten besteht
Schmerz- und Fiebermittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) gehören nicht in die Reiseapotheke für tropische Länder, betont der Berufsverband Deutscher Internisten. ASS verstärkt die Blutungsgefahr, die bei manchen Tropenkrankheiten besteht. Reisende sollten auf andere Präparate ausweichen, es sei denn, sie nehmen ASS niedrig dosiert zur Blutverdünnung ein.
20.10.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com