26.07.2010

Bestimmte Inhaltsstoffe des grünen Tees können gefährliche Ablagerungen aus Eiweiß im Gehirn unschädlich machen
Polyphenole, die in grünem Tee stecken, können gefährliche Ablagerungen (Plaques) aus Eiweiß im Gehirn unschädlich machen. Das geht aus einer Untersuchung von Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hervor.
Die Forscher konnten durch Versuche im Reagenzglas und in Zellkulturen zeigen, dass sich die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-Gallat) an Eiweißplaques heftet, die durch die mehrfache Fehlfaltung von Proteinen entstehen. EGCG zeigte dabei die Fähigkeit, größere Plaques in kleine, ungiftige Ablagerungen zu zerlegen. Die Fehlbildung von Eiweißen gilt als Ursache mehrerer schwerer neurologischer Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer, Parkinson und Chorea Huntington.
26.07.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Panthermedia/Brigitta Goetz
26.05.2010

Bei leichten oder mittelgradigen Formen einer Depression zeigten die untersuchten Medikamente keinen oder nur einen geringen Effekt
Antidepressiva wirken nur bei einer schweren Depression. Bei leichten oder mittelgradigen Formen der Erkrankung zeigen diese Arzneimittel keinen Effekt oder sind kaum besser als ein Scheinmedikament. Zu diesem Fazit kommt eine in dem Fachmagazin JAMA veröffentlichte Analyse von sechs aussagekräftigen Studien der vergangenen 30 Jahre mit insgesamt 700 Versuchspersonen.
Erst bei schweren Depressionen hatten die Medikamente einen deutlichen Einfluss auf die Gefühlslage der Patienten. Untersucht wurden der Wirkstoff Paroxetin aus der Klasse der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und ein älteres Antidepressivum mit Imipramin.
26.05.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com
12.10.2009

Gerade einmal sechs Minuten dauert es, bis Bier und Wein den Hirnstoffwechsel beeinflussen
Das Gehirn spricht schnell auf Alkohol an: Nach dem Genuss von etwa zwei Gläsern Wein oder drei Gläsern Bier dauert es nur sechs Minuten, bis sich der Hirnstoffwechsel verändert. Das fanden Forscher der Universitätsklinik Heidelberg heraus. Bei der Studie lagen Teilnehmer im Kernspintomografen und tranken zügig Alkohol durch Strohhalme bis zu einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille.
Bereits nach sechs Minuten nutzte das Gehirn statt Glukose ein Abbauprodukt des Alkohols (Azetat) zur Energiegewinnung. Auch die schädliche Wirkung setzte schnell ein: Mit zunehmender Alkoholkonzentration nahm die Menge zellschützender Stoffe wie Kreatin oder Aspartat ab.
12.10.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY